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Jahreshauptversammlung 2017 - Fortsetz.

Großartige Bilanz des vergangenen Jahres und die Planungen für dieses Jahr standen im Mittelpunkt der
Jahreshauptversammlung des Ortsverbands Rosbach des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland). In seinem Jahresbericht ging der Vorsitzende Dieter Kurth auf die vielfältigen Aktivitäten des Ortsverbands (OV) ein. „Die Betreuung von Streuobstwiesen in Rodheim mit ca. 240 Bäumen und den damit verbundenen Veranstaltungen ist immer wieder eine Herausforderung“, so Kurth. Zwei Schnittkurse, das Osterfeuer, die Beseitigung des Jakobskreuzkrauts und das Kelterfest, in dem auch die Kinder der „Naturscouts“ eingebunden waren, forderten alle Aktive des Ortsverbands. Die „Naturscouts“ beschäftigten sich unter anderem mit Themen wie „Wilde Wunderwelt Boden“ oder „Huhn, Ei und anderes Federvieh“. Sie erhielten außerdem eine Auszeichnung für ihr Engagement auch im Tierschutz, was zum Anlass genommen wurde, das Tierheim Elisabethenhof zu besuchen. Der OV beteiligte sich auch wieder an den Rosbacher Ferienspielen mit einem Tag an Dr.-Schmidts-Teich.
Zum 5. Jahrestag von Fukushima wurde mit einem Info-Stand auf dem Bauernmarkt an die furchtbaren Ereignisse erinnert. Auch zum Blütenfest war der BUND mit veganen Burgern präsent. Die Abholung des Schäferwagens, der insbesondere der Kindergruppe „Naturscouts“ zur Verfügung stehen soll, war ein selbst gemachtes Geschenk kurz vor Weihnachten. Für das laufende Jahr sind wieder viele Events geplant. Neben den Aktivitäten auf der Streuobstwiese, dem Amphibienschutz, der jetzt beginnt, wird der BUND wieder beim Blütenfest und dem Jubiläum der Rodheimer Landfrauen präsent sein. Uwe Steib und Gerd Joachim werden auch weiterhin den Nachwuchs mit interessanten Themen in die Geheimnisse der
Natur einweihen. Dieter Kurth konnte sich bei Johann Baptist Schneiderbauer für seine 25jährige Treue zum BUND Rosbach bedanken und ihm Urkunde und ein  kleines Präsent überreichen. Auch Christina Schön wurde beglückwünscht. Sie feierte noch im abgelaufenen Jahr ihren 60. Geburtstag. Zum Abschluss der JHV bedankte sich der Vorsitzende bei den Teilnehmern für die aktive Mitarbeit und das engagierte Eintreten für Natur und Umwelt. Die nächste Veranstaltung wird das für Ostersamstag geplante „Osterfeuer“ auf der Streuobstwiese hinter der Hub in Rodheim sein. (DK)

 Klimaschutz im Kindergarten   - Fortsetzung

Auf einem großen Teppich mit Weltkarte wurde gemeinsam nach der Heimat der Eisbären gefahndet und seine gefährliche Reise mit verfolgt. Rudi hatte sich auf eine schmelzende Eisscholle gewagt und konnte erst in letzter Sekunde von seiner Mutter vor dem Ertrinken gerettet werden. Das unterschiedlich schnelle Schmelzen des Eises zeigte Gerd Joachim mit Hilfe eines kleinen Versuchs, einmal ein Eiswürfel in einem kleinen Gewächshaus, der andere frei liegend. Im Gewächshaus kann die Wärme nicht entweichen, also schlossen die Kinder, erfolgt hier die schnellere Eisschmelze. Darauf trat eine vom BUND-OV Rosbach gesponserte Dampfmaschine in Aktion: die Zusammenhänge von Brennstoff, Verbrennung mit Dampf, Erhitzen des Wassers, Antrieb eines Schwungrades durch Wasserdampf, Erzeugung von elektrischer Energie bis zum Leuchten eines Lämpchens wurden der Diamanten -Gruppe vorgestellt. Heute noch erfolgt die Stromproduktion häufig durch Verbrennen von Kohle, Gas und Öl. Der dabei freigesetzte Dampf verhält sich wie das Glas im Gewächshaus: er lässt die Wärme nicht mehr von der Erde entweichen. So wird es wärmer, das Eis in der Arktis bei Eisbär Rudi schmilzt leider immer schneller. Nicht nur in der Arktis, auch hier in Rosbach bemerken wir Veränderungen: wenn es regnet, dann so heftig, dass sogleich die Erde mit fortgespült wird und dazu fallen häufig noch dicke Hagelkörner vom Himmel. Im Winter Schnee: Fehlanzeige! Was liegt also näher als sich einmal anzusehen, an welchen Stellen wir zu Hause Strom und Wärme nutzen, einsparen und damit den Ausstoß klimaschädlichem Dampf verringern können? Viele Beispiele wurden genannt: So meinte Maria:“ Man kann doch alle Küchengeräte ausmachen, wenn man aus der Küche geht“. Kaylen bemerkte dazu: „ Auch der PC und der Fernseher müssen wirklich nicht laufen, wenn man nicht zuschaut“. „Die Heizung drehe ich aus, wenn ich das Fenster auf mache“, konnte Johannes bei steuern.  Genauso schnell gab es eine Menge Tipps zum Energiesparen: Licht aus, wenns nicht gebraucht wird, Wäsche zum Trocknen ins Freie hängen, Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen, um Benzin zu sparen, war für viele schon selbstverständlich. Dass dabei zusätzlich Geld gespart wird, ist den Kleinen natürlich auch klar und dazu schmilzt das Eis am Nordpol langsamer. Gut für Rudi!

Noch spannender wurde der Vormittag, als der Kindergarten in kleinen Gruppen genauer unter die Lupe genommen wurde: stolz berichtete Helene, einige Lampen, die trotz Sonne brannten, ausgeknipst zu haben. Gekippte Fenster wurden aufgespürt. Aber zu dieser Jahreszeit kein Problem, da die Heizung nicht läuft, kann auch keine Wärme entweichen. Dafür wird dieses Thema aber wieder im Winter aktuell. Dann also: Türen zu und Stoß- vor Dauerlüftung! Was noch? Jonas wusste schon mehr: „Einige Leute machen den Strom selbst. Die haben da so Platten auf dem Haus“. Ein Solarautomodell zeigte auf eindrucksvolle Art, wie solche Platten Strom aus der Sonne produzieren. Genau zum richtigen Zeitpunkt entschloss sie sich dann an diesem Vormittag zu scheinen, für 15 Minuten kurvte das Modell um die Füße der Kinder und zwar so lange bis ein Schattenwurf der Fahrt ein Ende bereitete. Natürlich wollte man das Ganze auch im Gruppenraum fortsetzen.  - Ohne Erfolg! Die Lichtstärke der Beleuchtung reichte bei weitem nicht.

An diesem Vormittag wurde klar: schon sechsjährige Kinder interessieren sich sehr für Klimaschutz und lassen sich für das Energiesparen begeistern. Sie erkennen wichtige Zusammenhänge und wissen, welchen Beitrag sie zum Klimaschutz leisten können. Und zu Hause werden sie zu eifrigen Energiesparern.

 

Ehrung 2017 (Bild: D. Kurth)
Gerd Joachim mit den Vorschulkindern der Villa Konfetti (Bild: G. Joachim)
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Ortsverband Rosbach  |  info@bund-rosbach.de